Baue deine E-Mail Marketing wie ein gutes Computerspiel auf

Früher hatten wir im EDV-Unterricht eine Lieblingsbeschäftigung: Computerspiele zocken. Der Lehrer hat uns am Anfang der Doppelstunde immer eine Aufgabe gegeben und sich dann gemütlich nach vorne gesetzt und Zeitung gelesen.

Er wusste wahrscheinlich intuitiv, dass er uns sowieso nichts mehr hätte beibringen können.

Wir hatten also unsere Aufgaben bekommen, die wir normalerweise innerhalb von 20 Minuten erledigt hatten.

Die restliche Zeit hatten wir alle das Spiel Duke Nukem 3D gedaddelt. Das spiel war damals schon uralt aber für uns war es eine extrem coole Beschäftigung.

Falls du zu jung oder zu alt bist und dieses Spiel selbst nicht mehr kennst, habe ich hier eine Zusammenfassung für dich:

„Außerirdische überfallen die Erde und entführen Frauen, die nackt als Geiseln gehalten werden. Ziel des Spiels ist es, die Invasoren zu stoppen und somit die Welt zu retten. Dabei trifft man unter anderem auf zu Warzenschweinen mutierte Polizisten des LAPD („Pig Cops“) sowie auf reptilienähnliche Gegner.“

Ich habe es in mehreren Anläufen versucht, aber es ist mir einfach nicht gelungen, dieses Spiel selbst zu beschreiben.

Die Erklärung habe ich von Wikipedia. Sie passt aber so ziemlich genau zur Handlung, die eigentlich vollkommen irrelevant für den Spieler ist.

Das interessante bei Duke Nukem waren weder die nackten Frauen, noch die Gegner und erst recht nicht die Waffen …

…. obwohl der „Shrinker“ mit dem man seine Gegner klein machen konnte, schon verdammt lustig war.

Das interessante bei diesem Spiel war für mich die Spielmechanik. Das Spiel war im Hintergrund wie ein Tunnel aufgebaut. Es gab keine freien Welten, auf denen man sich stundenlang verirren konnte.

Bei Duke Nukem war die Handlung im wahrsten Sinne vorprogrammiert. Es gab nur einen Weg um zum Endgegner zu kommen und dieser Weg war gespickt mit Feinden und Fallen.

Das war genau das, was sich ein 14 jähriger Junge für den Zeitvertreib in der EDV-Klasse nur wünschen konnte.

„Alex, die Geschichte ist toll, aber warum erzählst du mir das alles?“

Okay, okay. Ich bin ein wenig abgeschweift. Warum ich dir das erzähle ist aber eigentlich relativ simpel:

Duke Nukem war damals spannend und hat mich in seinen Bann gezogen. Das lag vor allem an der oben beschriebenen Spielmechanik.

Dein E-Mail Marketing Tunnel

Genau diese Spielmechanik sollten wir uns auch im E-Mail Marketing zu Gunsten machen.

Sagen wir doch mal, wie es meistens abläuft:

Viele Marketer lassen ihre Besucher und Abonnenten bei Entscheidungen komplett freie Wahl.

Sie blenden auf der Landing Pages eine Navigationsleiste ein oder werden nicht konkret, wenn es um das Bewerben von Produkten geht. Eventuell lassen sie sogar Handlungsaufforderungen (Call-To-Actions) weg, weil sie nicht zu verkäuferisch klingen wollen.
Die Wahrheit ist aber, dass Kunden an die Hand genommen werden wollen. Je mehr Entscheidungsfreiheit sie haben, desto weniger Kunden wirst du von dir überzeugen.

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Handlungsaufforderungen und grafische Elemente sind unsere Möglichkeit, den Leser dahin zu bekommen, wo wir ihn haben wollen: Beim Kaufen unseres Produkts.

Mache es doch so wie ein Spielentwickler und gebe deinen Besuchern Quests, die sie abschließen sollen:

  1. In der Werbeanzeige: Gehe auf meine Seite und lies dir alles durch
  2. Auf der Landing Page: Klicke auf den Button am Ende der Seite und hole dir das kostenlose E-Book
  3. Bei der Begrüßungsmail: Lies dir die nächsten E-Mails durch
  4. In E-Mail Nummer 5: Nimm dieses unwiderstehliche Angebot wahr und kaufe jetzt
  5. Nach erfolgreicher Bestellung: Erzähle nun allen Freunden von diesem tollen Angebot

Das klingt doch viel smarter als dem Leser alle Freiheiten der Welt zu lassen, oder?

Und so eine ganz klare geskriptete Handlungsstrecke macht dem Leser auch viel mehr Spaß.

Wie schaut dieser Vorgang bei dir aus? Machst du deinem Leser klare Ansagen oder lässt du ihn selbstständig schauen und machen, was er möchte? Schreib es in die Kommentare.

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